Finland Station – Sankt Petersburg

Finnländischer Bahnhof Sankt Petersburg
Bild: Egor Gribanov CC BY 2.0 / Finnländischer Bahnhof Sankt Petersburg

Der Finnländische Bahnhof, auch Finland Station genannt, liegt nicht, wie der Name sagt, in Finnland, sondern in Sankt Petersburg, genauer gesagt im Ortsteil Kalinin in Russland. Dieser Kopfbahnhof, oder auch Personenbahnhof genannt am Lenin-Platz im Zentrum der Stadt ist neben vier anderen einer der Hauptbahnhöfe in Sankt Petersburg. Wer es ganz genau wissen möchte, kann sich mit den Koordinaten die ganz genaue Lage ansehen. Diese wären 59° 57′ 20″ N, 30° 21′ 22″ O.

Historisches zum “Finnländischen Bahnhof” / Finland Station

Anfangs diente dieser Bahnhof der Verbindung zwischen dem Fürstentum Finnland mit seiner Hauptstadt Helsingfors und der Hauptstadt des russischen Reiches. Davon lässt sich auch der bis heute erhaltene Name “Finnländischer Bahnhof” ableiten.

1862 wurde der Bau des russischen Bahnhofs begonnen und 8 Jahre später, nämlich 1870 beendet und im gleichen Jahr eröffnet. Große Waldgebiete, Sümpfe und Felsen erschwerten die Bauarbeiten damals immens. Die Staatsbahn Finnlands hat die komplette Strecke und auch den Endbahnhof gebaut. Peter Kupinski, ein Petersburger Architekt, hatte das erste Bahnhofsgebäude entworfen und dies wurde 1870 schließlich in Stein umgesetzt. Die die finnischen Architekten V. Vestling und P. Degener hingegen waren für das Interieur des neuen Gebäudes verantwortlich.

Wie zu erwarten war das Areal für Reisende klein, aber eben zweckmäßig eingerichtet. Im Gegensatz zum später neu gebauten Gebäude war der erste Bahnhof im direkten Vergleich zu den anderen Petersburger Bahnhöfen sehr genügsam, denn er hatte keine architektonischen Verzierungen. Damals sahen Leute das als unansehnlich an und bevorzugten das bescheidene Erscheinungsbild.

Die Gleisanlagen der Finnischen Bahn wurden Anfang des 20. Jahrhunderts umgebaut, indem diese bis zu fünf Meter über die Straßen erhöht wurden. Dieser Umbau verhinderte Behinderungen des Straßenverkehrs. Der Bahnhof selbst liegt 12 Meter über dem Meeresspiegel.

Eine besondere Funktion spielt der Finnländische Bahnhof, als die Blockade Leningrads von 1941 bis 1944 stattgefunden hat. Denn alle anderen Bahnhöfe waren von Russlands Hinterland abgeschottet. Die Züge von diesem Bahnhof versorgten die Leute ab dem 07.02.1943 mit Lebensmitteln. 1973 wurden die Kilometersteine der 36 Kilometer langen Strecke als Tribute errichtet.

1950 wurde das historische Gebäude des Finnländischen Bahnhofs komplett neu gebaut, nachdem es abgerissen wurde. Nun ist die Metrostation Ploschtschad Lenina ebenfalls in dem Gebäude untergebracht. Dieser neue Bahnhof wurde von den Architekten P. A. Aschastin, N. W. Baranow , J. N. Lukin und dem Ingenieur I. A. Rybin designt. Das Innere, in das diesmal allegorische Reliefdarstellungen eingefügt wurden, haben Studenten der Kunsthochschule konzipiert. 1960 wurde das neue Bahnhofsgebäude schließlich erneut eröffnet.

Das Bahnhofsgebäude im Winter Bild: Gemeinfrei
Das Bahnhofsgebäude im Winter Bild: Gemeinfrei

Welche Züge fahren vom Finnländischer Bahnhof ?

Die Züge, die hin der heutigen Zeit von und zum Finnländischen Bahnhof fahren, sind hauptsächlich Vorortzüge. Diese und einige Fernzüge fahren die Strecke Sankt Petersburg – Wyborg – Helsinki. Den genauen Fahrplan kann man bequem im Internet finden oder natürlich auch direkt am und im Bahnhof.

Wie auch viele andere Bahnhöfe rund um die ganze Welt ist dieser Bahnhof in Sankt Petersburg bis heute wichtig. Neben den Kurzstrecken ist die Strecke von und nach Helsinki eine Besonderheit, die viele Passagiere in Anspruch nehmen. Dies ist immer eine gute Alternative zu teuren Flügen. Auch der Gütertransport profitiert von der Instandhaltung des Finnländischen Bahnhofs. Außerdem ist es ein sehr alter und historischer Bahnhof, der eine lange Geschichte hat und deshalb auch für die Nachwelt beständig bleiben soll.

Anfahrt / Karte zum Bahnhof “Finland Station”

Paneurasia Visum Beratung

Das Russland Experten Team vom Paneurasia

Bild: Russland Experten Konstantin Ermisch und Eduard Klein mit Natalia Kuwschinowa (Abgeordnete der Russischen Staatsduma Region Altai)

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